Wilkommen
Die neue Grosskommune
Neues Denken in der Skanderborg Kommune
Von 41⁄4 zu einer großen Kommune
Zufriedene Bürger und Unternehmen
Galten – eine gut funktionierende Ortschaft
Das Dorf Sølund
Karte von Skanderborg Kommune
Gewerbe und Industri
Kultur & Tourismus
Die schöne Natur
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Das Buch

Neues Denken in der Skanderborg Kommune

                     Steen Daugaard                  Jens Kaptain                                             Henning Haahr Pedersen

                      Direktør                               Kommunaldirektør                                     Direktør

 

So wird die Kommune verwaltet

Am 1. Januar 2007 entstand die neue Skanderborg Kommune, die aus den Gemeinden Skanderborg, Ry, Hørning und Galten sowie dem Pfarrbezirk Voerladegård Sogn aus der ehemaligen Brædstrup Kommune zusammengelegt wurde. Bei der Fusion wurden zudem Aufgaben von den ehemaligen Kreisen Århus und Vejle übernommen.

Fast zwei Jahre vor der Zusammenlegung begannen die insgesamt 62 Politiker der damaligen Gemeinden mit der Ausarbeitung des politischen Fundaments für die neue Großkommune. Bereits vor Ende des Jahres 2005 waren die Zielsetzungen und Visionen für die politische und administrative Struktur der neuen Kommune von den beteiligten vier Gemeinderäten genehmigt. Und im Frühjahr 2006 stand auch die organisatorische Grundlage fest.

Neues Denken
Die neue kommunale Dänemarkkarte umfasst 98 Kommunen, von denen 66 zusammengelegt sind. Die Skanderborg Kommune gehört zu den wenigen neuen Kommunen, die sich bewusst dazu entschieden haben, die Kommunalreform zur Erprobung neuer politischer und administrativer Strukturen und Regierungsformen zu nutzen. Sie hat eine Entwicklung eingeleitet, die dazu beitragen kann, das gesamte kommunale und öffentliche Dänemark zu verändern und zu erneuern. Die Durchführung der gewünschten politischen Regierungsform erforderte eine Dispensation des Innenministeriums, die vorläufig für die aktuelle Legislaturperiode bis Ende 2009 gilt.

Die politischen und administrativen Strukturen der Skanderborg Kommune basieren auf den folgenden drei Grundprinzipien:

•     Politikformulierender und -kontrollierender Ausschuss: In politischer Hinsicht herrscht Einigkeit darüber, sich von der traditionellen politischen Ausschuss-Regierung wegzubewegen. Statt dessen wollen die Politiker einen Dialog mit den Bürgern führen und auf diese Weise die Erneuerung des kommunalen Services sicherstellen. In die Regierungsform sind zahlreiche Kontrollfunktonen integriert, die das von den Politikern beschlossene Qualitäts- und Serviceniveau garantieren sollen.

•     Schmales, zentrales Direktionsmodell und nur eine einzige Verwaltung: Die gewählten Volksvertreter der Skanderborg Kommune möchten die zentralen Verwaltungskosten minimieren. Aus diesem Grund verfügt die Kommune im Gegensatz zu den meisten anderen Kommunen nicht über fünf, sechs, sieben oder acht neue Direktoren, sondern lediglich über eine dreiköpfige Direktion mit dem Gemeindedirektor an der Spitze. Es gibt keine traditionellen Verwaltungen, sondern nur Fachsekretariate. Deren Aufgaben umfassen zum einen die sogenannten behördlichen Aufgaben, wie z. B. Einwohnermeldeamt, Kindergeld, Pension/Rente, Unterbringung von Kindern und Jugendlichen, Baugenehmigungen, Bebauungsplanung und Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie an die Bürger gerichtete Funktionen und Institutionen.

In der Praxis bedeutet diese Struktur, dass aus den „kalten administrativen Händen“ „warme Hände“ eines direkten Bürgerservices geworden sind.

•     Vertragsgesteuerte Funktionen und Institutionen: „Zentrale Steuerung und dezentrale Leitung“ lautet eine Grundphilosophie der kommunalen Regierungsform. Die Vertragsteuerung erfolgt über die fünf Stabsfunktionen und Fachsekretariate. Die Stabsfunktionen sind: Stadtrat- und Direktionssekretariat, Planung & Wirtschaft, Finanzen, HR/Personal & Gehälter sowie Innovation & IT.

Die Fachsekretariate sind: Kinder & Jugendliche, Senioren, Freizeit & Kultur, Beschäftigung & Bürgerservice, Technik & Umwelt sowie Behinderte.

Die Vertragssteuerung umfasst die 87 kommunalen Funktionen und Institutionen, wobei es bei den Schulen, Tagesstätten, Senioreneinrichtungen, Behinderteninstitutionen u. a. in der Regel Nutzervertretungen gibt.

Die Vertragssteuerung basiert auf den Jahresbudgets des Gemeindevertretung.

Eine Entwicklung über mehrere Jahre
Die kommenden drei Entwicklungsjahre in der Skanderborg Kommune werden interessant und herausfordernd. Die Einführung der neuen Strukturen und Regierungsformen erfolgt nicht ohne Zutun. Sie stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten, sich in „unbekanntes Fahrwasser“ zu begeben, wo nicht alle Antworten von vornherein klar sind, sondern unterwegs entwickelt werden müssen.

Die vom Volk gewählten Kommunalpolitiker müssen neue Wege zur Kommunikation mit den Bürgern finden, und die neuen Direktoren sowie die Stabs- und Fachleiter müssen ihre Fähigkeiten für ein neues Führungsdenken beweisen. Die vertragsgesteuerten Funktionen und Institutionen müssen die Verantwortung dafür übernehmen, dass in den lokalen Nutzervertretungen mehr Mitbestimmung entsteht, ohne dass dabei die fachlichen Kompetenzen und die sichtbare lokale Leitung überbeansprucht werden.

Der Erfolg wird ganz vom Willen zu wollen abhängen und davon, dass die Volksvertreter, Chefs/Angestellten und Nutzer/Bürger wirklich den Wunsch haben, neue Wege zu gehen, um mehr als nur neue „Striche auf dem Papier“ zu erreichen. Ziel ist es, die Servicequalität der kommunalen Kernleistungen an die Bürger zu verbessern.